Tag 6: Viel Freude mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Dieser Post ist den weiteren Freuden, die ich hier schon wieder mit Bussen und Bahnen hatte gewidmet. Am Donnerstag Abend ging’s für mich mal wieder auf Tour nachdem ich zufällig, möglicherweise Festivalkarten für ein Tanzfestival gekauft hatte… Aber nur möglicherweise…

Auf jeden Fall war das ganze etwa 7,5km von meiner Wohnung entfernt, Google meinte circa 50 Minuten mit Bus und Bahn. Sollte kein Problem werden oder?

Ja ich weiß, rhetorische Frage und so. Natürlich war es ein absolutes Chaos. Aber egal, fange ich mal am Anfang an. Ich wollte ungefähr um 9 ankommen, nachdem um die Uhrzeit der erste Workshop war. Also musste ich ungefähr um 8 los, zwei Mal umsteigen und sollte dann problemlos ankommen. Soweit so gut. Also vor der Tür in den Bus gestiegen, zur Central Station gefahren und umgestiegen. Das ganze war zwar wieder mit einer kurzen Panik wegen der Haltestellensuche verbunden, aber die hatte ich zum Glück dann doch schnell gefunden. Also in die Tram gesetzt und zur nächsten Haltestelle gefahren. Perfekt, Bus fährt in fünf Minuten ab, und da drüben steht er auch schon… Moment, er stand doch gerade noch da?
Ein Blick auf die Anzeigetafel verriet jedoch, dass er gerade abgefahren war und der nächste fährt erst in 30 Minuten. Cool. Danke Google. Also Google nach einer neuen Route gefragt und wenige Minuten war ich wieder unterwegs. Mit der neuen Route würde ich nur knapp zu spät kommen. Soweit so gut. Jedoch stellte sich heraus, dass die Linie, die ich laut Google nehmen sollte nicht existiert. Oder zumindest nicht mit den Zielen. Cool, vielen Dank Google, wie seid ihr nochmal zu so einem Weltkonzern geworden? Egal, rumnörgeln bringt auch nichts, also nochmal mit einer alternativen Route probiert. Also ein paar Minuten lang durch Wind und Wetter (es hat doch recht gestürmt und regnerisch wars auch noch) zur nächsten Haltestelle getrottet, wie Google es mir gesagt hat (warum hab ich mich nochmal beim dritten Mal immer noch drauf verlassen?). Oh cool, die Haltestelle und die Linie gibt es tatsächlich und der Bus kommt auch schon in drei Minuten! Doch Moment… Falsche Richtung. Google wollte mich doch dann tatsächlich wieder dorthin zurückschicken, wo ich herkam. Na vielen Dank auch.

Ich war also verlassen, irgendwo in Göteborg, um neun Uhr abends in strömendem Regen und stürmischen Böhen, von der Technik verlassen und komplett auf mich alleine gestellt. Also nahm ich mir den einen Satz, den ich mir aus der Elektronikvorlesung von letztem Semester noch gemerkt hatte (“Erst Hirn einschalten, dann machen”) mal zu Herzen und beschloss mal mein Hirn einzuschalten. Was hätten meine Vorfahren damals Anno Sonstwas in so einer Situation gemacht? Hmm, sie hätten vermutlich die Busfahrpläne an den Haltestellen gelesen. Gesagt, getan, es stellte sich heraus, dass von hier aus tatsächlich ein Bus an mein Ziel fährt… Allerdings von der anderen Seite. Und er fährt sogar schon in 15 Minuten. Hurra!

Also bin ich schließlich so gegen dreiviertel zehn endlich auch mal angekommen, dann ein bisschen getanzt, dann irgendwann wieder heim gefahren. Den Heimweg habe ich mir dann von der Västtraffik (Öffentliche Verkehrsmittel in Göteborg) App anzeigen lassen, da kamen dann Busse und Bahnen zum Glück auch zu den Zeiten, die dort angezeigt wurden.

Somit hatte ich es so gegen eins oder halb zwei auch ohne weitere Probleme heim geschafft… Hurra…

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